Aktuell

Zukunftsdepot: der aktuelle Stand

Am 17. Oktober 2026 hat die Regierung den finalen Plan vorgestellt: 500 Euro Startbonus, bis zu 5.000 Euro Einzahlung pro Jahr, Depot ab 1. Juli 2027.

Von Martin MacheinerVeröffentlicht Aktualisiert Stand 17. Oktober 2026

Der finale Plan im Überblick

Am 17. Oktober 2026 hat die Regierung den finalen Plan des Zukunftsdepots vorgestellt. Er legt Startbonus, Einzahlungsgrenze und die beiden wichtigsten Stichtage fest.

PunktStand 17. Oktober 2026
Startbonus500 Euro, die der Staat ins Depot einzahlt
EinzahlungenBis zu 5.000 Euro pro Jahr, bis zum 18. Lebensjahr des Kindes
Geburtsstichtag1. Jänner 2027: gilt für alle Neugeborenen ab diesem Tag
Depot einrichten1. Juli 2027
Steuer und EntnahmeNach früheren Berichten keine KESt bis zur Volljährigkeit, Entnahme ab dem 18. Geburtstag. Maßgeblich ist der Gesetzestext.

Der Starttermin für das Depot liegt damit ein halbes Jahr nach dem Jänner 2027, der in den ersten Berichten im Raum stand. Für Eltern bedeutet das: Das Kind kann schon ab dem 1. Jänner 2027 zählen, das Depot selbst folgt am 1. Juli 2027. Mehr dazu auf der Seite Start am 1. Juli 2027.

Wo das Verfahren steht

Bis ein Zukunftsdepot eingerichtet werden kann, braucht es ein Gesetz. Der übliche Weg führt über einen Entwurf der Regierung, die Begutachtung, den Beschluss im Nationalrat und die Kundmachung. Danach müssen die Banken ihre Produkte nach den neuen Regeln aufsetzen. Wir halten diese Seite aktuell und tragen jeden Schritt mit Datum ein.

Worüber diskutiert wurde

Das Geld

Für den Startbonus waren im Budget zunächst je 40 Millionen Euro für zwei Geburtsjahrgänge vorgesehen, bezahlt aus dem Familienlastenausgleichsfonds. Das Finanzministerium wies im September darauf hin, dass der Steuerausfall durch die KESt-Befreiung nicht budgetiert war. Die Volkshilfe schätzt den Ausfall nach 18 Jahren auf rund 800 Millionen Euro im Jahr.

Der Termin

ÖVP und NEOS hielten den Start am 1. Jänner 2027 für machbar, das SPÖ-geführte Finanzministerium nicht. Der finale Plan setzt den Start des Depots auf den 1. Juli 2027.

Die Verteilung

Der Steuervorteil wächst mit dem Betrag, den Familien einzahlen können. Das Momentum Institut sieht deshalb vor allem besser verdienende Familien im Vorteil. Die SPÖ hatte vorgeschlagen, den Startbonus automatisch für jedes Kind anzulegen. Mehr dazu: Zukunftsdepot und KESt.

Was seit der Ankündigung passiert ist

  1. Regierung stellt den finalen Plan vor

    Die Regierung präsentiert den finalen Plan: 500 Euro Startbonus vom Staat, Einzahlungen von bis zu 5.000 Euro pro Jahr bis zum 18. Lebensjahr, Geburten ab 1. Jänner 2027 und Einrichtung des Depots ab 1. Juli 2027. ORF

  2. Kanzler Stocker verspricht baldige Lösungen

    Nach dem Ministerrat zählt Bundeskanzler Christian Stocker das Zukunftsdepot zu den Streitthemen, für die die Koalition bald Lösungen finden will. ORF

  3. Wirtschaftsministerium bekräftigt den Startbonus

    Das Wirtschaftsministerium nennt 500 Euro für alle Kinder, die ab 2027 in Österreich geboren werden. Die NEOS fordern eine rasche Umsetzung. Wirtschaftsministerium

  4. ÖVP hält den Start für machbar

    Kanzleramtsministerin Claudia Bauer verweist auf das Interesse der Banken und hält den ursprünglich genannten Start für vereinbart und zeitlich machbar. ORF

  5. Finanzministerium sieht Probleme bei Termin und Budget

    Das Finanzministerium hält den Start am 1. Jänner 2027 für technisch kaum umsetzbar. Budgetiert ist der Startbonus für zwei Geburtsjahrgänge, der Steuerausfall nicht. Heute

  6. Erste Eckdaten werden bekannt

    Ministerin Bauer nennt Startguthaben von bis zu 500 Euro, Einzahlungen bis zu 5.000 Euro im Jahr, Entnahme ab dem 18. Geburtstag und keine Kontoführungsgebühren. ORF

  7. Bundeskanzler Stocker stellt die Idee vor

    Im ORF-Sommergespräch schlägt Bundeskanzler Christian Stocker vor, für jedes Kind bis zu 5.000 Euro im Jahr ohne Kapitalertragsteuer anlegen zu können. ORF

Wer dafür ist und wer dagegen

Die Linie verläuft nicht zwischen Regierung und Opposition, sondern teilweise mitten durch die Koalition. Eine Auswahl der Stimmen aus den ersten Wochen:

GruppeHaltungKernaussage
ÖVP und NEOSdafürDer Kapitalmarkt soll als Vorsorgeinstrument für Kinder nutzbar werden. Die NEOS haben ein eigenes Modell mit Kostenobergrenze für Fonds vorgelegt.
SPÖ und Finanzministeriumskeptisch bei Termin und FinanzierungDer frühe Starttermin und die Finanzierung wurden in Frage gestellt. Vorschlag: den Bonus automatisch anlegen.
GrünedagegenDas Modell nütze vor allem Familien mit Geld, die Finanzierung aus dem Familienfonds wird kritisiert.
Wirtschaft (IV, WKÖ, Aktienforum, Junge Wirtschaft)dafürDer Plan sei ein Impuls für die Vorsorgekultur. Die Junge Wirtschaft fordert mindestens 1.000 Euro Startkapital.
Soziales (Volkshilfe, Caritas, ÖGB, Momentum Institut)dagegen oder skeptischStaatliche Hilfe müsse alle Kinder erreichen. Gefordert wird unter anderem eine Kindergrundsicherung.

Pressespiegel

  • ORF: Bericht über die Einigung der Regierungsspitze vom 17. Oktober 2026.
  • Handelsblatt: Der Blick aus Deutschland auf Streit um Finanzierung und Termin.
  • Moment: Analyse zur Frage, wem mehr Aktiensparen nützt.
  • Heute: Erste Details zum Startbonus.

Was das für Eltern heißt

Wer ab 2027 ein Kind bekommt, sollte die Termine kennen: Geburt ab dem 1. Jänner 2027, Depot ab dem 1. Juli 2027. Bis dahin lassen sich Sparbetrag und Aufteilung in der Familie planen. Der Depotrechner zeigt, was aus einer monatlichen Rate werden kann, und die Seite Anbieter und Banken nennt Kriterien für den Vergleich, sobald Angebote vorliegen.

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Diese Seite ist eine allgemeine Information und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Verbindlich sind der beschlossene Gesetzestext und die Bedingungen Ihres Anbieters.

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