100 Euro im Monat, 18 Jahre lang
Eingezahlt werden in jedem Fall € 21.600. Nach Steuern bleibt daraus je nach Sparform:
| Sparform | Annahme | Nach 18 Jahren | Kaufkraft heute |
|---|---|---|---|
| Sparkonto ohne Bindung | 0,5 % Zinsen | € 22.341 | € 15.642 |
| Gebundenes Sparbuch | 2 % Zinsen | € 24.756 | € 17.333 |
| Bausparen | 2 % Zinsen plus 1,5 % Prämie | € 25.125 | € 17.591 |
| Fondssparplan auf Elternnamen | 5 % Rendite, 0,5 % Kosten | € 29.724 | € 20.812 |
| Zukunftsdepot (geplant) | 5 % Rendite, 0,5 % Kosten, mit Startbonus | € 33.905 | € 23.739 |
Zinsen nach 25 % KESt, Fonds nach 27,5 % KESt beim Verkauf, Zukunftsdepot ohne KESt und mit 500 Euro Startbonus. Kaufkraft bei 2 % Inflation. Alle Sätze sind Annahmen. Aktuelle Zinsen veröffentlicht die Oesterreichische Nationalbank.
Die Zahlen hängen an den Annahmen, das Muster nicht: Zinsprodukte sichern den Nennwert, verlieren aber gegen die Inflation. Wertpapiere schwanken, haben über lange Zeiträume aber die höhere Ertragserwartung. Zwischen einem Fondssparplan auf Elternnamen und dem geplanten Zukunftsdepot liegen bei dieser Rate rund € 4.181: Startbonus und gesparte KESt. Eigene Werte rechnet der Depotrechner durch.
Die Sparformen im Überblick
| Sparform | Risiko | Ertrag | Zugriff | Steuer |
|---|---|---|---|---|
| Sparbuch auf den Namen des Kindes | Keines | Niedrig | Gehört dem Kind, Eltern verwalten | 25 % KESt |
| Bausparvertrag | Keines | Niedrig, plus staatliche Prämie | Sechs Jahre gebunden | 25 % KESt, Prämie steuerfrei |
| Fonds oder ETF auf Elternnamen | Kursschwankungen | Langfristig höher erwartbar | Jederzeit, Geld gehört den Eltern | 27,5 % KESt, teils jährlich |
| Generationendepot | Kursschwankungen | Langfristig höher erwartbar | Kind frühestens ab 18 | 27,5 % KESt |
| Zukunftsdepot (geplant) | Kursschwankungen | Langfristig höher erwartbar, plus Bonus | Kind ab 18 | Keine KESt bis 18 (angekündigt) |
Sparbuch und Sparkonto
Das Sparbuch auf den Namen des Kindes ist die klassische Form, die das Mündelgeld-Recht ausdrücklich erlaubt (mehr dazu). Der Unterschied zwischen gebunden und ungebunden ist groß: Gebundene Einlagen bringen meist deutlich mehr als täglich verfügbare. Wer ein Sparbuch für das Kind führt, sollte deshalb einen Teil binden.
Auch 2 % reichen auf Dauer nicht: Nach 25 % KESt bleiben 1,5 %, und bei 2 % Inflation schrumpft die Kaufkraft trotzdem. Die Zinsen schwanken außerdem stark, wie die Statistik der Nationalbank zeigt.
Bausparen für Kinder
Einen Bausparvertrag kann auch ein Kind haben. Die staatliche Prämie steht für einen Vertrag zu, auf Einzahlungen von höchstens 1.200 Euro im Jahr (§ 108 EStG). Für 2026 beträgt sie laut oesterreich.gv.at 1,5 %, also höchstens 18 Euro im Jahr. Wer vor Ablauf von sechs Jahren an das Geld will, muss die Prämie zurückzahlen. Der Vorteil gegenüber einem gebundenen Sparbuch ist gering.
Fonds und ETFs für Kinder
Ein Fondssparplan läuft heute fast immer auf den Namen eines Elternteils. Das Geld gehört damit rechtlich den Eltern, bis sie es dem Kind schenken. Die KESt von 27,5 % fällt voll an, bei thesaurierenden Fonds zum Teil schon jährlich (Zukunftsdepot und KESt).
Eine Falle gibt es dabei: Fonds ohne steuerlichen Vertreter in Österreich, sogenannte Nicht-Meldefonds, werden pauschal besteuert, selbst in einem Verlustjahr (flatex.at). Für einen Sparplan über 18 Jahre kommen deshalb nur Meldefonds infrage.
Kinderkonto und Jugendkonto
Konten für Kinder und Jugendliche sind Girokonten für Taschengeld und erste Zahlungen, keine Sparform. Die Arbeiterkammer Oberösterreich vergleicht Jugend- und Lehrlingskonten. Für den Vermögensaufbau taugen sie nicht, weil das Geld täglich verfügbar liegt und kaum Zinsen bringt.
Häufige Fragen
Wie viel sollte ich monatlich für mein Kind sparen?
Welcher ETF eignet sich für Kinder?
Lohnt sich ein Kinderkonto zum Sparen?
Quellen
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