Einzahlen in der Familie

Zukunftsdepot: Großeltern und Paten richtig einzahlen

Mehrere Personen dürfen für ein Kind einzahlen, aber nur bis zu 5.000 Euro pro Jahr zusammen. Dazu kommen Regeln für Geldgeschenke.

Von Martin MacheinerVeröffentlicht Aktualisiert Stand 17. Oktober 2026

Eine Grenze für alle zusammen

Pro Kind können bis zu 5.000 Euro im Jahr eingezahlt werden. Nach dem Modell der NEOS zählen Eltern und Dritte gemeinsam. Sprechen Sie in der Familie ab, wer wann einzahlt, damit die Grenze nicht überschritten wird. Ein gemeinsamer Jahresplan hilft, etwa feste Monatsraten der Eltern und ein Geschenk der Großeltern zum Geburtstag.

Wann das Finanzamt von Geldgeschenken wissen muss

Wer in ein Depot auf den Namen des Kindes einzahlt, schenkt dem Kind Geld. Für Schenkungen gilt eine Meldepflicht beim Finanzamt, die erst ab bestimmten Beträgen greift. Laut Finanzministerium gilt:

Wer schenktMeldefrei bisFür das Zukunftsdepot heißt das
Angehörige, etwa Großeltern, Tanten und Onkel50.000 Euro pro Jahr und PersonKein Thema, die 5.000-Euro-Grenze liegt weit darunter.
Andere, etwa Paten ohne Verwandtschaft15.000 Euro in fünf JahrenWer jedes Jahr 5.000 Euro gibt, überschreitet die Grenze im dritten Jahr.
Übliche Gelegenheitsgeschenkebis 1.000 EuroGeburtstags- und Weihnachtsgeld bis zu diesem Betrag zählt nicht mit.

Wer als Angehöriger gilt, regelt § 25 BAO: Verwandte in gerader Linie wie Großeltern und Urgroßeltern sowie Verwandte bis zum vierten Grad in der Seitenlinie. Ein Taufpate aus dem Freundeskreis ist kein Angehöriger. Wird eine Meldung fällig, muss sie binnen drei Monaten über FinanzOnline erfolgen. Ob für Einzahlungen ins Zukunftsdepot eine Sonderregel kommt, ist offen. Bis dahin gelten die allgemeinen Regeln der Schenkungsmeldung.

Praktische Tipps für Großeltern und Paten

  • Vorher mit den Eltern abstimmen, wie viel von den 5.000 Euro noch frei ist.
  • Das Geld gehört dem Kind. Einzahlungen lassen sich nach den bisherigen Berichten nicht zurückholen, bevor das Kind 18 wird.
  • Größere Beträge für spätere Anlässe lassen sich auf mehrere Jahre verteilen.
  • Wer lieber gar nicht einzahlt, kann dem Kind zum Beispiel einen Gutschein schenken, der später in das Depot fließt.

Rechnen Sie ein Geschenk durch: Im Depotrechner lässt sich eine Einmalzahlung zu Beginn eingeben.

Häufige Fragen

Zählt das Geld der Großeltern zur 5.000-Euro-Grenze?
Im Modell der NEOS ja: Eltern und Dritte dürfen zusammen höchstens 5.000 Euro pro Kind und Jahr einzahlen.
Müssen Großeltern eine Schenkung melden?
Angehörige erst ab 50.000 Euro pro Jahr und Person. Bei Einzahlungen bis 5.000 Euro ist das nicht relevant.
Und Paten, die nicht verwandt sind?
Für sie gilt eine Grenze von 15.000 Euro in fünf Jahren. Wer jedes Jahr 5.000 Euro schenkt, überschreitet sie im dritten Jahr.

Quellen

  1. Finanzministerium: Schenkungsmeldung
  2. NEOS: Modell Zukunftsdepot

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Diese Seite ist eine allgemeine Information und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Verbindlich sind der beschlossene Gesetzestext und die Bedingungen Ihres Anbieters.

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